Ziad Rajab Trio

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Die Stadt Aleppo in Syrien war einst ein berühmter musikalischer Kreuzweg, wo Musiker aus allen arabischen Ländern sich zusammenfanden, und sogar lange Strecken reisten, um sich als Virtuosen im Ausdruck der Klänge auszuweisen.

Dort ist Ziad Rajab geboren und aufgewachsen. Die Mutter war Syrierin, der Vater Palästinenser und mit den Melodien seiner Mutter und seiner Grossmutter, die Oud spielten, begann seine Reise in die Musik. Es war die besondere musikalische Atmosphäre in der Familie, die bei Ziad den Anreiz bildete, sich mit der Musik zu beschäftigen. Seit seiner frühen Jugend war er umgeben von den heiligen Klängen des „Maqam“, dem Tonsystem der klassischen vorderasiatischen Musik, ähnlich der Tonskala der westlichen Musik, die jedoch viel detailliertere tonale Informationen enthält.

Seine Interpretationen sind reich und vielfältig aber dennoch minimalistisch. „Der Maqam“ sagt er „ist in erster Linie erblich. Er besteht, auf keinen Fall, nur aus Theorie, sondern hängt unmittelbar mit den menschlichen Emotionen und den Lebenserfahrungen zusammen und all dies wird in seiner Wiedergabe besonders sichtbar.“

Als Musiker hat er seinen eigenen Weg eingeschlagen. Auf seine eigene besondere Weise kombiniert er dezent Merkmale der beiden Hauptschulen des Oud (der arabischen und der türkischen) und komponiert so aussergewöhnliche, dynamische Kontraste mit seltsamen Klangfarben. Ziad ist der lebendige Beweis dafür, dass das „Neue“ ständig vor uns erscheint und widerlegt somit auch die Theorie, dass etwas wirklich Neues nicht mehr entstehen kann. Auf seiner Reise während des mmfestivals 2017 wird er von zwei weiteren talentierten Musikern begleitet.

  • Ziad Rajab

    Oud, Gesang

  • Bashar Sharifah

    Cello

  • Saad Idibi

    Geige

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